08.08.2019

„Bei Problemen helfen mir die proviel-Mitarbeiter.“

Heute in der Rubrik „von unseren Außenarbeitsplätzen“: Sascha Vossbrecher, IKEA Einrichtungshaus Wuppertal

Durch den Beruf seiner Eltern entdeckte Sascha Vossbrecher früh seine Liebe zur Gastronomie. Er absolvierte eine Ausbildung zum Koch, zu der Praktika in verschiedenen Betrieben gehörten, und betrieb eine kleine Gastronomie eines Tennisclubs. Später arbeitete er in wechselnden Betrieben, unter anderem in einem anthroposophischen Altenheim. Dann kam er im April 2012 über das Jobcenter zu proviel. Während der Reha war Sascha Vossbrecher in der Elektromontage tätig, fand Gefallen am Löten. Eine Arbeit ist ihm in guter Erinnerung geblieben: Das Zusammenbauen, Löten und anschließende Überprüfen am Computer von Haltewunschtasten. Später wechselte Sascha Vossbrecher in den Industrieservice und hat dort verschiedene Arbeiten für Emka und D. La Porte erledigt. Im Laufe der Zeit hat er auch selbständig die Arbeitsplätze für Kollegen eingerichtet. Zur Reha gehörten auch verschiedene Module. Besonders gut gefiel ihm dort der Kurs zur Selbstsicherheit. „Der hat mir viel gebracht.“. Aber auch die Kurse Allgemeinbildung, Fahrradtreff, Mensch und Gesellschaft und die Wupper-Exkursionen hat Sascha Voßbrecher noch in guter Erinnerung.

Doch er merkte auch: „Wenn ich Sachen ein bis zwei Jahre gemacht habe, wird es mir langweilig.“ Deshalb wollte er gerne nach der Reha etwas Neues ausprobieren. Als er die interne Stellenausschreibung von IKEA sah, griff er sofort zu. Kurz nach der Eröffnung des Einrichtungshauses in Wuppertal begann er dort. „Das war wirklich eine Umstellung – aber die Grundstimmung ist hier sehr positiv“, lobt der 37-Jährige. Besonders das Betriebsklima bei IKEA empfindet er als sehr positiv. „Ich kann hier sehr selbständig und vielseitig arbeiten.“ Ein Jahr lang war er in der Abteilung „Schrabbeln“: Dort musste er Waren, die Kunden falsch abgelegt hatten, wieder an die passende Stelle in den einzelnen Abteilungen zurückbringen. Jetzt gehört er zur „Recovery/Fundgrube“: Dort werden Waren in beschädigten Kartons auf Unversehrtheit überprüft und neu verpackt. Falls eine Ware kleine Macken aufweist, bekommt sie einen neuen Preis und wird in der Fundgrube verkauft.

Verschiedenste Gegenstände liegen bei Sascha Vossbrecher auf dem Tisch: Einen kleinen Teppich holt er erst ganz aus seiner geöffneten Tüte und kontrolliert, ob er auch sauber und heil ist. Dann rollt der Mitarbeiter den Teppich wieder zusammen und schweißt ihn am Folienschweißgerät ein. Jetzt noch den ursprünglichen Aufkleber drauf und das gute Stück wirkt originalverpackt. Neue Kartons werden an einem großen Tisch aus Riesen-Kartons passend zugeschnitten. „Der Vorteil ist, dass wir hier so viele verschiedene Sachen machen“, findet Sascha Vossbrecher. „Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich.“ Anfangs fiel es ihm schwer, wenn ihn Kunden mit Fragen ansprachen, während er im Haus unterwegs war. Doch mit der Zeit wurde er immer versierter und konnte etliche Fragen direkt beantworten. „Einmal habe ich sogar einen Tisch verkauft“, erzählt er stolz.

Einen guten Freund hat er bei IKEA außerdem gefunden, mit dem er sich auch regelmäßig außerhalb der Arbeit trifft. „Es ist schön, jemand zu haben, der Verständnis für einen hat.“ Die beiden gehen gemeinsam spazieren oder zum Essen. „Und wenn ich mal Probleme in der Arbeit habe, helfen mir die proviel-Mitarbeiter“, lobt Sascha Vossbrecher. Zu Beginn kam auch der proviel-Sozialdienst regelmäßig vorbei; doch das ist jetzt nicht mehr nötig. Der provieler fühlt sich wohl an seinem Betriebsintegrierten Arbeitsplatz und hat sein Leben gut im Griff.