04.03.2019

„Bei proviel ist immer jemand zum Zuhören da!“

25 Jahre jung wird proviel im Herbst 2019. Ein guter Anlass langjährige Wegbegleiter vorzustellen; hier: Siegfried Telschow

Zufrieden steht Siegfried Telschow in der Werkstatt. „Ich bin froh, dass ich bei proviel jeden Tag etwas zu tun habe“, sagt der 55-Jährige. Er schätzt Aufgaben mit immer den gleichen Handgriffen. So kann er in Ruhe vor sich hinarbeiten. „Meine WG-Mitbewohner sind den ganzen Tag zu Hause – das wäre nichts für mich“, betont Siegfried Telschow. Lieber hat er die Kollegen um sich und erledigt seine Arbeit.

Seit 1989 kommt Siegfried Telschow jeden Tag zu proviel bzw. die Vorgängergesellschaft. Vorher hat er auf Hof Sondern gearbeitet. „Aber das hat mir nicht so gut gefallen, da gab es weniger Arbeit.“ Bei proviel hat er schon verschiedene Tätigkeiten ausgeführt: Er kann die Drehbank ebenso bedienen wie die Maschine, die winzige Schriftzüge auf Metallteile lasert. „An den Maschinen arbeite ich sehr gerne“, sagt Telschow.

Bei proviel freut er sich jeden Morgen auch auf die Kollegen. „Ich komme mit allen gut zurecht.“ Die Kurse aus dem Sozialmodul, die er früher ausprobiert hatte, wurden ihm jedoch schnell zu viel. Der festgelegte Arbeitsablauf in seiner Abteilung hingegen kommt seinem Naturell entgegen. „Ich finde es auch gut, dass bei proviel immer jemand zum Zuhören da ist.“

Am Wochenende bleibt er lieber für sich. „Da ruhe ich mich aus, höre Radio.“ Und er muss für sein Essen sorgen: Denn obwohl er im Wohnheim wohnt, kümmert er sich um seine Mahlzeiten selbst. Am liebsten isst er Pizza oder Burger. Seine Busfahrten zur Arbeit mag der geborene Pulheimer: „Wuppertal ist viel größer und schöner als Pulheim.“ Morgens um 5.30 Uhr auf dem Hinweg blickt er dann auf eine sehr ruhige Stadt, nachmittags auf dem Heimweg auf das typische Großstadt-Treiben.