27.04.2020

„Die Jobcoaches haben mir immer Mut gemacht“

Ein starker Weg zum neuen Job – von Train2be zum Arbeitsvertrag

Besonders gerne fährt Christopher Jacobs die ganz großen Paletten durchs Lager. Hinter dem Lenkrad der E-Ameise ist sein liebster Ort bei Weicken & Schmidt, dem Fachhandel für Farben, Tapeten, Bodenbeläge und Malerbedarf in Oberbarmen. Seit September war der 33-Jährige dort als Praktikant im Rahmen der forum-Maßnahme Train2bePlus im Auftrag des Jobcenters Wuppertal tätig. Anfangs hieß es, dass eine Weiterbeschäftigung nach dem Praktikum nicht möglich sei; doch dann gab es personelle Veränderungen im Haus und Christopher Jacobs überzeugte mit seiner freundlichen Art und seinem Fleiß. „Zwei Tage vor Praktikumsende bekam ich einen festen Arbeitsvertrag – darüber war ich wirklich sehr happy!“, betont der Fachlagerist.

Einen wichtigen Anteil daran hatten die Jobcoaches von forum. „Die haben mir immer Mut gemacht bei Schwierigkeiten“, erinnert sich Christopher Jacobs. „Die Gespräche waren sehr aufbauend.“ So war er sich manchmal nicht sicher, ob eine Bemerkung von Kollegen ernst oder scherzhaft gemeint war. Sein Jobcoach empfahl ihm, im Zweifelsfall einfach nachzufragen. Prompt wurde der Umgang für den Fachlageristen einfacher. Doch auch an die Zeit vorher im Lager von forum/proviel denkt er gerne zurück: „Die Atmosphäre dort war wirklich sehr angenehm.“

Nach seiner Schulzeit an der Christian-Morgenstern-Schule in Wuppertal hatte Christopher Jacobs erst einmal eine Ausbildung zum Maurer gemacht. „Die Arbeit fand ich schön.“ Es folgten jedoch immer wieder Zeiten der Arbeitslosigkeit. Zwischendurch bekam er zwei Kinder. Sein elfjähriger Sohn lebt bei ihm, mit ihm macht er am Wochenende gerne Ausflüge, etwa in den Zoo, zum Schwimmen oder ins Kino.

Von 2012 bis 2014 absolvierte der Vater dann eine Ausbildung zum Fachlageristen. „Das ist mein Traumberuf“, erklärt er. Christopher Jacobs holt gerne die großen Farbeimer aus den hohen Regalen und bringt sie gemäß dem jeweiligen Auftrag zu den Verkäufern vorne an der Theke. Manchmal muss er auch Kleinteile zusammensuchen; aber lieber hat er die „großen Sachen“. Allmählich kennt er schon die verschiedenen Farbsorten und weiß, wo welche Produkte stehen. Als nächstes möchte er den Auto-Führerschein machen, um noch flexibler für seinen Arbeitgeber einsetzbar zu sein. Denn im Sommer, so ahnt er schon jetzt, gibt es im Farbhandel wieder alle Hände voll zu tun.