28.10.2019

Okavango – beliebt, inklusiv, nachhaltig

proviel ist seit 5 Jahren stolzer Juniorpartner an der Seite der Culinaria

„Wir haben hier eine Erfolgsgeschichte gleich in mehrfacher Hinsicht: Den Besuchern unseres Grünen Zoos wird jetzt eine tolle und passende Gastronomie geboten. Gleichzeitig ist die Bewirtung des `Okavango ´ ein Vorzeigeprojekt in Sachen Inklusion.“ Oberbürgermeister Andreas Mucke hatte anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Zoo-Gastronomie Okavango seine wöchentliche Pressekonferenz ins Zoo-Restaurant am Elefantengehege verlegt. „Wir haben allen Grund, auf die gute Zusammenarbeit für dieses Projekt stolz zu sein. Ich möchte allen Beteiligten danken und zur Nachahmung ermuntern“, so Mucke.

Was für ein Restaurant braucht ein Zoo? Mit dieser Frage beschäftigten sich Zoo-Mitarbeiter und Stadtverwaltung in den Jahren nach 2011 intensiv. „Die Gastronomie muss so attraktiv sein wie der Zoo“, fand Zoo-Direktor Dr. Arne Lawrenz. Deshalb suchte er einen qualitativ hochwertigen Pächter. Passend zum Grünen Zoo sollte dieser auch nachhaltig agieren.

Dr. Hans-Uwe Flunkert, Leiter des städtischen Gebäudemanagements, besuchte in dieser Anfangsphase Zoos in ganz NRW und guckte sich deren Gastronomie an. Sein Fazit: Ein Restaurant muss in der Mitte des Zoos liegen, nach rund zwei Dritteln der Strecke. Denn dann bekommen die Zoobesucher Hunger und Durst oder zumindest Lust auf ein Eis.

Die Überlegungen, wo in Wuppertal der beste Punkt für ein optimal gelegenes gastronomisches Angebot sei, führten schnell zu den Elefanten: „Die sind einen großen Teil des Tages draußen“ - das war für Hans-Uwe Flunkert der entscheidende Punkt. Aus dem erwarteten Umsatz des Restaurants berechnete er eine Pacht und daraus wiederum die zur Verfügung stehenden Baukosten von 1,7 Millionen Euro.

Für die CULINARIA war es eine Frage der Ehre, sich für die Zoo-Gastronomie zu bewerben und  die Verantwortung für die Verköstigung der Zoobesucher zu übernehmen. Von vorneherein war auch proviel mit im Boot. „Die Zusammenarbeit funktioniert hervorragend, weil dort viele Abläufe standardisiert sind“, sagt Vivien Köhn, Geschäftsführerin der CULINARIA.

Mitarbeiter von proviel und CULINARIA arbeiten Seite an Seite in der Küche und profitieren voneinander. „Das ist der coolste Arbeitsplatz der Welt“, findet etwa eine proviel-Mitarbeiterin.

„Für unsere Mitarbeiter bietet das Okavango eine gute Möglichkeit, aus dem geschützten Rahmen der Werkstatt herauszutreten“, freut sich proviel-Geschäftsführer Christoph Nieder. Die vielfältigen Aufgaben in Küche und Service können gut für manche proviel-Mitarbeiter einen wichtigen weiteren Schritt in Richtung des allgemeinen Arbeitsmarktes darstellen. Den Beweis dafür trat die CULINARIA 2016 an, als sie einer proviel-Kollegin einen Anstellungsvertrag im Okavango anbot, der bis heute Bestand hat.

26 proviel-Mitarbeiter haben sich seit 2014 im Okavango erprobt. Drei Mitarbeiterinnen der ersten Stunde sind bis heute vor Ort, für andere war es eine erste Station auf dem Weg zum Wunsch-Arbeitsplatz. Neun provieler arbeiten derzeit in Begleitung einer Fachkraft und einer unterstützenden Servicekraft in der Küche, Haustechnik und im Service vom Okavango. Darauf werden sie bei proviel in umfangreichen Schulungen zu Arbeitssicherheit, Hygienevorschriften, Umgang mit Geräten, Gästen und Lieferanten und allgemeinen Arbeitsabläufen vorbereitet. Für die Zubereitung von Salat, Flammkuchen oder Pommes gibt es Extra-Qualifizierungen, sowie allgemeine Kurse zur Stressbewältigung oder zum Konflikttraining. Rund 60 Stunden Schulungen und Gespräche bietet proviel seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor dem Start im Okavango an.

Auch auf einer weiteren Ebene sind CULINARIA und proviel rund um das Okavango erprobt verbunden, denn die proviel-Hauswirtschaft bringt täglich frische Wäsche für das Küchen- und Serviceteam zum Okavango. Seit Eröffnung hat proviel dafür knapp 16.000 Kilo Kittel, Handtücher und Schürzen gewaschen.

Die Kooperation von CULINARIA und proviel war für Arne Lawrenz ein wichtiger Punkt für den Zuschlag. „Wir sind stolz darauf, dass wir die Inklusion und Integration hier bei uns im Zoo fördern. Der Wuppertaler Zoo ist gerne Heimat für alle Wuppertaler und das Okavango eben auch.“ Auch Hans-Uwe Flunkert freut sich bei seinen Besuchen vor Ort über die Entwicklung der letzten fünf Jahre. „Im Vergleich zu anderen Zoo-Restaurants ist unseres wirklich toll!“

Bei den Gerichten sind Bratwurst und Pommes nach wie vor der Renner im Okavango. Seit Eröffnung wurden 112 Tonnen Pommes – ein Gewicht wie rund 25 afrikanische Elefantendamen – und 300.000 Bratwürste ausgegeben. Doch mit Kreationen wie dem Okavango-Topf mit Kochbanane und roten Bohnen oder Fish and Chips richtet sich das Okavango auch an anspruchsvollere Gäste. Und zur Currywurst gibt es neben amerikanischer BBQ-Soße auch afrikanische Chakalaka. Serviert wird all das umweltfreundlich in Schalen aus Palmblättern mit Holzgäbelchen und Bechern aus Maisstärke. Waffeln gibt es einfach am Stil.

In den fünf Jahren hat sich das Okavango jedenfalls sehr gut etabliert im Zoo. „Wir sind extrem zufrieden mit dem Okavango“, lobt Arne Lawrenz. „Der Ort ist ideal.“ 
Anlässlich eines solchen Jubiläumsmomentes kann man auf jeden Fall gut innehalten und z. B. Mitarbeiter/-innen fragen, ob und wie es Ihnen im Okavango gefällt. Hier drei Beispiele:

Tatjana Stracke

Was hat Sie am Zoo gereizt?
Im Okavango fühle ich mich den Tieren sehr verbunden und habe viel Kontakt mit Menschen.

Wie ist das Team hier?
Wir helfen uns immer gegenseitig, und auch die Anleiter lassen einen nie im Stich.

Wie sehen Sie Ihren Weg bei proviel?
Ich werde immer selbständiger und komme meinem Ziel „Erster Arbeitsmarkt“ näher.

Andreas Zorn

Was gefällt Ihnen am Okavango?
Hier ist die Arbeit sehr abwechslungsreich, die Kollegen sind nett und es ist schön, in der Natur zu arbeiten.

Welche Aufgaben erledigen Sie besonders gerne?
Am liebsten pariere ich das Fleisch für die Schnitzel.

Was schätzen Sie bei proviel?
Die wöchentlichen Reflexionen bringen mir mehr Sicherheit, Probleme lassen sich so schnell lösen.

Monika Urban

Was schätzen Sie an Ihrem Arbeitsplatz?
Ich arbeite gerne im Okavango, weil die Umgebung schön ist und ich gerne unter Leuten bin.

Was bedeuten die Anleiter für Sie?
Sie hören sich alle Probleme an – es ist ein gutes Gefühl, sie hinter sich zu wissen.

Welche Aufgaben erledigen Sie besonders gerne?
Am liebsten helfe ich bei den Vorbereitungen in der Küche.