22.07.2019

„Persönlich habe ich mich durch proviel sehr weiterentwickelt.“

25 Jahre jung wird proviel im Herbst 2019. Ein guter Anlass langjährige Wegbegleiter vorzustellen; hier: Thomas Balke

Thomas Balke ist dem Tod von der Schippe gesprungen. Nach einem schweren Unfall lag er als 40-Jähriger mehrere Wochen in künstlichem Koma, wachte schließlich halbseitig gelähmt und halb blind auf. Doch mit Ausdauer und Willen kämpfte er sich zurück ins Leben. „Da bin ich ein bisschen stolz drauf.“

In seinem gelernten Beruf als Maler und Lackierer konnte er danach wegen der Terpentin-Dämpfe allerdings nicht mehr arbeiten. Nach einer Zeit der Arbeitslosigkeit kam er 2003 zu proviel. „Damals waren wir ein Topteam an der Milchstraße“, schwärmt er. „Da habe ich noch viele Fotos. Der fröhliche Ausdruck hier hat mir sehr geholfen.“ Er erlebte den Bau des Standorts Farbmühle und half sogar mit beim Aufbau.

Heute steht Thomas Balke am liebsten in der Montage und schraubt große Teile zusammen. „Persönlich habe ich mich durch proviel sehr weiterentwickelt“, findet er. Das Konzentrationstraining, die Gymnastik und die vielen Reflexionsgespräche mit den Fachkräften haben ihm geholfen. Nur die familiäre Atmosphäre bei proviel, die sei durch das Wachstum des Betriebs etwas verloren gegangen, bedauert er. Er vermisst auch einige gute Freunde am Arbeitsplatz, die inzwischen in Rente gegangen sind.

Seinem eigenen Ruhestand sieht der 58-Jährige mit einer gewissen Sorge entgegen; Veränderungen mag er wenig und schätzt das Regelmäßige seiner Arbeit bei proviel.

Auch zu Hause ist ihm Gemeinschaft wichtig. Er pflegt die Pflanzen im Innenhof des Mietshauses, mäht den Rasen und geht für seine Nachbarn einkaufen. „Für die bin ich wie ein Stiefsohn.“ Sogar die Gardinen wäscht er für sie und wird dafür oft zum Essen eingeladen. Im Innenhof malt er auch häufig Aquarelle. Die verschenkt er ebenfalls an seine Nachbarn. Oder er spielt in seiner Freizeit Ratespiele auf dem Laptop. So hält er sich geistig fit.