29.08.2014

Teilhabe realisieren

- regelmäßig treffen sich die Geschäftsführer im Kompetenzverbund der Bergischen Werkstätten zum Erfahrungsaustausch. Ein gemeinsames Round-Table-Gespräch bildete im August 2014 einen besonderen Tagesordnungspunkt. Mit der Verantwortung für mehr als 2000 Menschen mit Behinderung haben die Geschäftsführer ihre verschiedenen Sichtweisen erörtert, wie die europäischen Ziele zur Inklusion in der Region in den kommenden Jahren noch besser umgesetzt werden können.

Bereits zu Beginn der Diskussion wurde deutlich, dass über einen wesentlichen Punkt Einvernehmen bei den Diskutanten herrscht: Individualität und Lösungsorientierung sind die Schlüssel zu einer inklusiven Gesellschaft. „Je starrer das Raster ist, desto weniger kann es die Vielfalt der Menschen abbilden“, betont Christoph Nieder, Geschäftsführer der proviel GmbH, die einen Schwerpunkt bei der Arbeit mit psychisch kranken Menschen hat. Hier sei bei der Bewertung der Unterschiede zwischen den Menschen Augenmaß gefragt, erläutert Stefan Pauls, der in der Lebenshilfe Wuppertal hingegen einen hohen Anteil schwerst-mehrfach behinderter Menschen betreut und sich auch als Anwalt dieser versteht. „Die Sozialgesetzgebung motiviert uns, Menschen nach ihren Möglichkeiten zu fördern“, unterstreicht auch Axel Pulm aus Wermelskirchen. Immer sei es Aufgabe, eine positive Entwicklung zu befördern, die allerdings nur in wenigen Fällen in einer Vollbeschäftigung am ersten Arbeitsmarkt mündet. „Wenn es gelingt, sind die Mitarbeiter vor Ort im Unternehmen hochmotiviert und besonders identifiziert“, berichtet Christoph Nieder.

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Dateianlagen:
 bergwerk_2014_02_round-table.pdf (201 KB )