17.05.2017

Schulte-Schlagbaum AG: Mit Einsteckschlössern für Innentüren zum Marktführer

Seit dem 18. Jahrhundert gilt Velbert als bedeutender Standort der Schloss- und Beschlägeproduktion, die Anfänge der Schulte-Schlagbaum AG reichen immerhin ins Jahr 1833 zurück. Das Unternehmen konzentriert sich heute auf hochentwickelte Lösungen für den Verschluss und die Organisation von Gebäuden. Eine nicht unwesentliche Rolle übernimmt dabei proviel als Werkstatt für Menschen mit psychischem Handicap. In Wuppertal werden monatlich bis zu 45.000 Einsteckschlösser montiert, geprüft, verpackt und ausgeliefert.

Seinen Ursprung hat das Unternehmen in der Velberter Gaststätte „Am Schlagbaum“, einem beliebten Treffpunkt für Schlosshändler, die damals auf ihrem Weg zwischen Essen und Solingen hier eine Zollgrenze passieren mussten. Gastwirt Wilhelm Schulte verlegte sich daher auf die Schlossfertigung, indem er – zunächst in Heimarbeit und später in eigener Produktionsstätte am Standort – wie so manch´ anderes Unternehmen in der „Schlüsselregion“ Türschlösser herstellte.

In über 180 Jahren wurde das Produktportfolio permanent erweitert und auf die Bedürfnisse ausgewählter Märkte ausgerichtet. Damit ist die international ausgerichtete Schulte-Schlagbaum AG heute in drei Geschäftsbereichen tätig: Schloss- und Schließblechsysteme, Schließsysteme für Türen und Möbel sowie Gästemanagement-Systeme.

Externe Montage als Wirtschaftsfaktor

Seit rund zwei Jahren verantwortet Frank Rossmann, Betriebsleiter bei der Schulte-Schlagbaum AG, die Zusammenarbeit mit proviel und weiß die ausgeprägten Qualitäten der Werkstatt für Menschen mit psychischem Handicap und der dort tätigen provieler zu schätzen: „Viele fleißige und motivierte Hände sind für uns im Einsatz und stehen für eine sehr hohe Liefertreue. Der eigene Anspruch von proviel ist hoch, zudem bringt man großes Verständnis für unsere Bedürfnisse und den Markt mit – das ist längst nicht selbstverständlich. Somit sprechen wir eine gemeinsame Sprache.“

Dem Unternehmen ermöglicht die Nutzung der verlängerten Werkbank in Werkstätten wie bei proviel ein konsequentes „made in Germany“. Das kontinuierliche Wachstum von jährlich fünf bis  zehn Prozent im Bereich Schloss zeugt von einer erstklassigen unternehmerischen Leistung. „Die relevanten Kernkompetenzen besetzen wir selbst an unserem Standort – etwa Entwicklung, Stanzen und Schweißen sowie den Vertrieb. Für unser Wachstum ist eine externe Montage wie bei proviel ein wichtiger Faktor.“  
„Die Zusammenarbeit mit der Schulte-Schlagbaum AG hat sich Stück für Stück entwickelt“, schildert Dirk Bauer, Betriebsleiter von proviel am Standort Milchstraße, das Verhältnis zwischen Auftraggeber und Dienstleister. In einem offenen Prozess der Annäherung haben sich beide Seiten ausprobiert, konnten gegenseitiges Vertrauen aufbauen und sind miteinander in der Zusammenarbeit gewachsen. Inzwischen montiert proviel nicht nur an beiden Standorten für die Schulte-Schlagbaum AG, sondern ermöglichte auch zwei Mitarbeitern einen Betriebsintegrierten Arbeitsplatz, damit konnte man neue berufliche Erfahrungsmöglichkeiten im Werk des Auftraggebers gestalten.   

Als besonders wertvoll für das gute Verhältnis sehen alle Beteiligten die regionale Nähe von Auftraggeber und Dienstleister in Velbert und Wuppertal. „Die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch, um Themen miteinander bei einem Kaffee zu besprechen, ist ein großer Vorteil, den viele unserer Kunden und auch wir gerne nutzen“, weiß Dirk Bauer. „Und auf Grundlage der positiven Erfahrungen bauen wir weiterhin gerne auf proviel als Partner an unserer Seite. In absehbarer Zeit planen wir, weitere Produkte zur Montage nach Wuppertal zu vergeben“, blickt Frank Rossmann auf die kommenden Monate.

1 Produkt. 80 Hände. 45.000 Stück im Monat

Schon heute stemmt proviel mit einem rund 40-köpfigem Team monatlich bis zu 45.000 Einsteckschlösser, die in der Komplettmontage aus acht Einzelkomponenten entstehen. Dabei spielen nicht nur die Kompetenzen der geschulten Werkstattmitarbeiter eine wichtige Rolle, sondern auch die Tatsache, dass ein Einsteckschloss aus Werkstattperspektive nahezu ein „Wunschprodukt“ ist, um möglichst viele Mitarbeiter in Beschäftigung und Qualifizierung zu bringen: Die Montage erfordert zahlreiche unterschiedliche Handgriffe, die Bauteile sind nicht voluminös und lassen sich gut bearbeiten. Die Vielfalt der erforderlichen Tätigkeiten ist dabei ein wichtiger Faktor, denn so kann jeder provieler entsprechend seiner individuellen Stärken eingesetzt werden. „Zudem“, ergänzt Dirk Bauer, „liegt anschließend ein fertiges Produkt auf dem Tisch, mit dem sich unsere Mitarbeiter identifizieren können. Das ist ein Aspekt, der eine große Rolle in Bezug auf Motivation und Verantwortung spielt.“

Nach der Montage folgt die abschließende 100-Prozent-Kontrolle, bei der jedes Einsteckschloss einer exakten optischen und technischen Überprüfung unterzogen wird, bevor es mit dem passenden Schlüssel aus dem Haus geht. Oliver Rahm, Abteilungsleiter in der Montage: „Erst der Endkunde packt das Produkt wieder aus – und da muss alles fehlerfrei sein. Schließlich garantiert die Schulte-Schlagbaum AG mindestens 100.000 problemlose Betätigungen für jedes Einsteckschloss.“ Auch mit diesem Qualitätsversprechen festigt das Unternehmen seine Position als Marktführer im Bereich Innentüren in Deutschland und proviel unterstützt und begleitet diesen Weg sehr gerne.


Auf den Fotos zu sehen:

  • Frank Rossmann, Schulte-Schlagbaum AG (Betriebsleiter)
  • Dirk Bauer, proviel GmbH (Betriebsleiter Milchstraße)
  • Oliver Rahm, proviel GmbH (Abteilungsleiter)
  • Christoph Nieder, proviel GmbH (Geschäftsführer)