Unsere Geschichte

Unser Vorlauf

1988 wurde auf Hof Sondern, einer sozial-therapeutische Wohngemeinschaft in Wuppertal Beyenburg, die Werkgemeinschaft Alfred Rexroth e.V. als für psychisch behinderte Menschen gegründet. Nach einigen Jahren wechselte diese, Anfang der neunziger Jahre, in angemietete Räume in einen Industriekomplex in Wuppertal-Heckinghausen. Der Gedanke Arbeitsplätze für Menschen mit psychischem Handicap, gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und mitten in der Stadt anzubieten wurde damals das erste Mal umgesetzt.

 

 

Unser Start und die Entwicklung

1994 wurde die Werkgemeinschaft Alfred Rexroth e.V. aufgelöst und in die proviel GmbH überführt. Über eine kurzfristige Zwischenstation erfolgte der Umzug in den im August 1998 fertig gestellten ersten Werkstattneubau in der Milchstraße in Elberfeld. Zu diesem Zeitpunkt beschäftigte proviel 89 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und 12 Fach- und Verwaltungskräfte.

Die Zahl der Mitarbeiter wuchs seit dem kontinuierlich, daher wurde 2004 an gleicher Stelle mit einem Erweiterungsbau begonnen. Die Zahl der Beschäftigten war mittlerweile auf 400 gestiegen. Der Grund für diese Entwicklung lag vorrangig in der Schaffung eines „Zuverdienstsangebotes“. Eine besonders niederschwelligen Möglichkeit eine Arbeitsgelegenheit anzunehmen, sich darin zu erproben und eventuell den Weg in eine Rehabilitationsmaßnahme zu schaffen.

Im selben Jahr wurde zusätzlich, zeitgleich zum Erweiterungsbau in der Milchstraße, ein Gebäude in Wuppertal-Unterbarmen angemietet und im Jahre 2005 gekauft. 2008 wurde dort mit der Errichtung eines weiteren Neubaus begonnen. Nach dessen Fertigstellung im Sommer 2009 stand ein erweitertes Angebot, sowohl im Berufsbildungsbereich, als auch im Produktionsbereich zur Verfügung. Im Besonderen der Bildungs- und Qualifizierungsbereich bekam hier mit der sogenannten Bildungswerkstatt einen deutlichen und sichtbaren Schwerpunkt.

Aus dem Zuverdienstprojekt heraus entwickelte sich 2007 in Kooperation mit dem Jobcenter eine neue Maßnahme, die wir seit dem parallel zur Werkstatt betreiben. Diese trug zunächst den Namen „provieliert“ bevor sie 2013 in die öffentliche Ausschreibung ging und in „Train2Be“ umfirmiert wurde. Die Maßnahme hat den Schwerpunkt, Menschen, die seit langen Jahren arbeitslos sind und bei denen besondere Vermittlungshemmnisse z. B. aufgrund psychischer Erkrankungen bestehen, beim (Wieder-) Einstieg in das Arbeitsleben zu unterstützen. Durch diese Maßnahme finden weitere 250 Menschen einen Arbeits-, bzw. Maßnahmeplatz bei uns.

Im Jahr 2008 wurden bei der Firma Hermann Jung KG die ersten „externen“, inklusiven Arbeitsplätze außerhalb der Werkstatträume geschaffen. In den folgenden Jahren entstand auf dieser Basis der Fachbereich „Inklusion“. Dieser Bereich ist im Laufe der Jahre stetig gewachsen mit ausgelagerten Werkstattarbeitsplätzen in unserem CAP-Lebensmittelhandel oder einem Schulbistro (ca. 30 Personen), weiteren externen Gruppenarbeitsplätzen in der Wuppertaler Zoogastronomie und bei Ikea (ca. 25 Personen), sowie in etwa 40 Einzelarbeitsplätzen bei diversen Unternehmen und öffentlichen Behörden über alle Branchen und Berufsfeldrichtungen hinweg.

2015 wurde mit dem Bau eines weiteren Gebäudes am Standort Milchstraße begonnen, das Ende 2016 fertiggestellt wurde. Hier wurde neben einer Erweiterung der Werkstätten analog zum Standort Farbmühle eine „Bildungsetage“ eingerichtet, wodurch auch hier nun erweiterte, eigene Bereiche für  Qualifizierungen und Bildungen aller Art geschaffen wurden.

Unsere Gegenwart und Zukunft

proviel steht dafür jedem chronisch psychisch kranken oder psychisch behinderte Menschen in Wuppertal einen Rehabilitations- oder Arbeitsplatz anzubieten. Unsere Angebote nehmen mittlerweile über 1000 Menschen war, verteilt auf die Angebote sind dies circa 700 Werkstattmitarbeiter, ca. 250 „Train2Be“-Maßnahmeteilnehmer und  60 Zuverdiener; davon arbeiten rund 100 Menschen außerhalb der beschützenden Räumlichkeiten unserer beiden Hauptstandorte.

Zusammengefasst

Unser Gründungsvater

Michael W. May